Kartoffeln – ein Projekt der Klasse 1a im Jahr 2003

Das ist eine Kartoffel. Genauer gesagt: eine Saatkartoffel, die wir mit weiteren 29 Saatkartoffeln in unser Gartenbeet einpflanzen wollen. Woher kommen die Kartoffeln?kart1-kl.jpg Wir haben sie von Frau Haase geschenkt bekommen. Frau Haase ist eine Lehrerin aus unserer Partnerklasse der Vechtetalschule. Zu Hause bewirtschaftet sie mit ihrer Familie einen Bauernhof. Dort werden ganz viele Kartoffeln geerntet.
Kartoffeln kann man nämlich essen, wenn man sie kocht, brät oder frittiert. Viele Menschen behaupten, dass Kartoffeln sehr gut schmecken, besonders die Pommes frites! Wir werden das später im Herbst ausprobieren, so lange soll und muss unsere Saatkartoffel in der Erde liegen, um neue Kartoffelknollen wachsen zu lassen.kart2-kl.jpg.

Doch zuerst müssen unsere Saatkartoffeln unter die Erde. Wir heben ungefähr 10 cm tiefe Löcher aus. Da hinein legen wir immer eine Kartoffel. Wir achten darauf, dass die meisten „Augen“ der Knolle nach oben zeigen. „Augen“ nennt man die Knospen bei der Kartoffelknolle, aus der sowohl die oberirdische Kartoffelpflanze als auch die unterirdischen Wurzeln mit ihren Verdickungen wachsen. Das sind später unsere neuen Kartoffeln.

Das satte grüne Laub lockt auch den Kartoffelkäfer an. Der frisst die Blätter der Kartoffel. Sind zu viele Kartoffelkäfer auf den Pflanzen, fressen sie zu viel von den Blättern. Die Kartoffelpflanze geht kaputt. Deswegen werden Kartoffelkäfer auf großen Feldern bekämpft. Unser Käfer darf sich aber satt fressen. kat-kaef-kl.jpg

Bald blüht die Kartoffelpflanze. Aus der Blüte entsteht eine grüne Beere. Die sieht aus wie eine kleine grüne Tomate. Aus der Beere können Kartoffelzüchter neue Kartoffelsorten züchten.

Im September ist das Laub unserer Kartoffelpflanzen verwelkt. Wir sind auf die Erntemenge und auf das Aussehen unserer Kartoffeln sehr gespannt.

Mit einer Grabgabel heben wir die Kartoffelpflanze hoch, schütteln die Erde vom Strunk und sammeln die gelblichen Knollen in einen Korb. kart-aus2-kl.jpg
Dabei fällt uns auf, dass die alte Saatkartoffel ziemlich verschrumpelt aussieht. Man kann sie nicht mehr verwerten.

Wir haben knapp acht Kilogramm große, mittlere und kleine Kartoffeln geerntet.

Die werden wir bald zu Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln und zu einem Kartoffelauflauf verarbeiten.

Pommes frites werden wir nicht backen, weil dazu sehr viel Fett gebraucht wird.

Die fertigen Gerichte haben wir zu einem Büfett aufgebaut, die Tische mit Blumen aus unserem Garten dekoriert und uns mit Eltern und Geschwistern an die Tische gesetzt. Nacheinander sind wir zum Büfett gegangen, haben uns Proben der verschiedenen Gerichte auf den Teller gelegt und vergnüglich verputzt. Uns allen haben unsere Kartoffelmahlzeiten sehr gut geschmeckt.

kart-tolga-kl.jpg Nichts ist übrig geblieben!

Gab es eigentlich in Deutschland schon immer Kartoffeln?

Von den Indianern in Südamerika weiß man, dass sie schon vor 2000 Jahren Kartoffeln gepflanzt, geerntet und verspeist haben. Als spanische Seefahrer vor ungefähr 400 Jahren die Indianer entdeckten, lernten sie auch den hohen Nährwert der Kartoffel kennen. Sie nahmen Saatkartoffeln mit nach Europa.

Hier wurden sie angepflanzt und bald wurde die Kartoffel auch für Menschen in Deutschland ein Grundnahrungsmittel. Die Menschen mussten nur aufpassen, dass die Kartoffeln im Winter frostfrei gelagert wurden. Weil die Kartoffel viel Wasser enthält, darf man die frische Kartoffel nicht dem Frost aussetzen. Sie erfriert und kann nicht mehr von Menschen genossen werden. Gekochte Kartoffelgerichte kann man aber einfrieren und lange Zeit in der Tiefkühltruhe lagern.

Schöne Bilder zu diesem Thema findest du in unserer Galerie!